Der Papageien - Pflegeplatz

Ein   für Papageien mit Handicap  

 

Der Papageienpflegeplatz ist vom Veterinäramt

am 07.02.2018 erneut geprüft und anerkannt.

 

Kontakt:

Info@papageien-pflegeplatz.de

Kontakt@papageien-pflegeplatz.de 

 

 

 



Karin Poser

Trägerin des Bayerischen Tierschutzpreises


Ehrung 2019 Projekt blaue Schleife "Papageienzeit"

Papageientrainerin J. Koser


 
 
 
 
 
 
 
 

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Was mache ich als Pflegestelle

 

Ich habe es mir vor vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, Sittich und Papageien die nicht mehr gewollt sind, ein zu Hause zu suchen.

 

 

Damals noch Sittiche heute Papageien, die bei mir ein vorübergehendes zu Hause finden.

 

Was sind die Beweggründe, warum Menschen schon nach einer kurzen Zeit, ein Papagei abgeben?

  1. Altersgründe, wenn der Halter das Tier nicht mehr versorgen kann
  2. Tiere rupfen und sehen nicht mehr schön aus, einen Partner möchte man aber auch nicht dazu holen
  3. Der Papagei schreit, die Nachbarn beschweren sich, das Tier muss sofort weg
  4. Papagei greift an oder beißt
  5. ist ständig krank, die Tierarztkosten kann man ja nicht immer tragen
  6. Tier uninteressant geworden steht nur noch in der Ecke 

Fangen wir einmal zu Punkt 1 an, wenn der Halter das Tier nicht mehr versorgen kann. Ist das ein Grund? Für mich nicht, denn ich mache mir vorher Gedanken, wie alt mein tierischer Begleiter werden kann. Papageien werden nun mal alt und man sollte sich schon vorab Gedanken machen, was ist wenn ich dieses nicht mehr versorgen kann. Habe ich jemand, der sich um das Tier kümmert? 

Diese Frage sollte zu 100 % mit ja beantwortet werden, denn es handelt sich hier um ein Familienmitglied.

 

Wer sich vorab nicht wirklich mit dieses Thema auseinandersetzt, sollte sich wirklich keinen Papageien anschaffen.

 

Zu Punkt 2 

Es ist nun mal so, dass Papageien Schwarmtiere sind, diese wirklich Gesellschaft benötigen. Möchten Ihr immer alleine Sein? Was würdet Ihr an seiner Stelle tun, wenn sich keiner mehr mit einem Beschäftigt? Ja richtig RUPFEN oder andere Fehlverhalten annehmen.

Schaut Euch doch mal das kleine Wesen an, wenn es so alleine in seiner Voliere oder in einem zu kleinen Käfig hockt. Denkt daran, es ist ein Lebewesen, was toben und  Fliegen möchten.

Gönnt Ihm doch einen Freund, denn Ihr könnt Ihm kein Ersatz sein und so kommt es, dass er sich rupft.

 

 

Zu Punkt 3

Der Schreier

Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass ein Tier ständig schreit. Tut mir leid, aber auch ich habe hier Tiere zu mir genommen, die angeblich Schreier sind und die Nachbarschaft sich angeblich beschwert. 

 

Bspl.: Habe ich erst wieder vor kurzem ein Gelbhaubenkakadumädchen aufgenommen, angeblich ein Schreier.

Hier angekommen, habe ich bis heute gewartet, dass dieses Kakadumädchen einmal schreit.

 

Warum kommen die Tiere alle zu mir und ich kann kein Schreien feststellen?

Jedes Verhalten rührt vom Menschen her, strahlt man unruhe aus, wird das Tier auch unruhig. Fehlt es an Beschäftigung macht sich das Tier auch bemerkbar.

Einige Menschen versuchen sogar Ihr Tier  abzudecken, was ich überhaupt nicht verstehen kann. Es werden die Tiere in andere Räume gesperrt in der Hoffnung, dass Tier gibt dann Ruhe.

Wichtig ist, Euer Verhalten zu kontrollieren, womit oder wann hat mein Tier angefangen zu Schreien. Was habe ich gemacht, dass er so unglücklich ist? Was ist passiert? 

 

 

 

Die meisten Papageien die hier abgegeben wurden, lasse ich erst einmal umschauen, sie haben eine Versteckmöglichkeit, damit Sie das Umfeld einmal beobachten können. Ich kann dann wirklich lange warten, ehe Sie Schreien, denn sie haben keine Zeit dazu, denn sie haben zu tun mich ganz genau zu beobachten. 

Wichtig ist, dass Sie sich zurück ziehen können und das nächste, viel zum Schreddern und zum Spielen.

Wenn sie zu oft bedrängt werden, kommen diese auch nicht zur Ruhe und zeigen es wiederum durch Schreien.

 

Fazit, Ihr solltet erst bei Euch anfangen, was mache ich falsch, dass mein Tier angefangen hat zu schreiben.

Man kann es wirklich beheben, wenn man das Tier seine Ruhephasen lässt und weiß, was man falsch gemacht hat.

 

 

 

Zu Punkt 4 Papgei greift an und beißt

 

Ja warum macht er das? Auch da sage ich nur eins dazu, bedrängt Ihn doch nicht, wenn er vertrauen hat, wird er auch nicht angreifen.

Wenn er nicht zahm sein sollte, dann sollte man Ihn sowieso nicht gleich anfassen wollen. 

Es gibt so tolle Möglichkeiten mit dem gefiederten Freund zu arbeiten, macht er etwas toll gibts eine Belohnung. Übrigens lernen sie ganz schnell.

Angreifen tun auch die Papageien, wenn Sie Ihr Revier verteidigen wollen. Auch hier sollte man sich ganz genau belesen und natürlich nicht gleich abgeben.

 

Bspl.: Ich habe hier eine Blaustirnamazone aufgenommen, Sie hat jeden blutig gebissen und hat ständig geschrien.

Ich habe Ihr eine Voliere eingerichtet und eine Ecke zum verstecken rein getan und siehe da, das Tier hat geschaut und nicht geschrien.

Papageien müssen schauen können ohne das sich Mensch gleich einmischt und Ihn ständig anschaut. Ihr wollt ja auch nicht immer angeschaut werden oder?

Dann zum beißen, Sie würde mir nichts tun, ich kann sogar diese kleine Bestie wie der Mensch sie nannte, mit einem Stöckchen in die Transportbox setzen und sie an die Frische Luft setzen. 

Macht Euch doch einmal Gedanken, warum sie das tun, was bewegt Sie diese Verhalten hin zu legen.

Ihr müßt Euch einmal in das Tier hinein versetzen, um es zu vestehen. 

 

Zu Punkt 5

Zu teuer und die Tierarzkosten zu hoch

Jeder weiß, dass Papageien hin und wieder auch spezielle Medikamente benötigen und da kommt schon einmal gleich eine höhre Arztrechung raus.

Wenn ich mir ein Tier anschaffe, dann ist es wichtig, dass ich mir schon vorher Gedanken mache, was es kosten wird.

Zu teuer ist für mich keine Ausrede, ein Tier abzugeben, dann schaffe ich mir keins an.

 

Zu Punkt 6

 

Uninteressant und steht nur noch in der Ecke, ach ja..... da kann ich meistens nur noch mit dem Kopf schütteln.

Ein Papagei ist schlau und möchte Beschäftigt werden und das sein ganzes Leben lang egal wie alt diese sind.

 

Ein junger Mench wird älter und hat nach einer Zeit ganz andere Interessen als sich mit einem Papageien zu beschäftigen. Freunde und weg gehen ist da angesagt. Es gibt auch Ausnahmen, die ich auch persönlich kenne, die beides unter einem Hut bringt.

 

Der Papagei macht nicht das was ich will, auch da wird er uninterressant.

Eine weitere Möglichkeit ist, der kann ja nicht sprechen. Ja meine Güte, warum bitte schön soll denn ein Tier sprechen? Soll das Tier zur Schau gestellt werden oder was soll das?

 

Hier habe ich nur ein paar Möglichkeiten genannt, die oben genannten Punkte sind für mich keine Gründe zur Abgabe.

Was mich immer wieder irritiert, dass alle die Tiere die zu mir gekommen sind, kein genanntes Verhalten gezeigt haben.

 

Kein Schreien, kein beissen, kein rupfen mehr wenn diese einen gefiederten Freund angeschlossen werden.

 

 

Ich als kleine private Pflegestelle, habe mir das Ziel gesetzt, Menschen meine Erfahrungen weiter zu geben, das Tier zu verstehen und mit Ihm zu Arbeiten und nicht einfach abzugeben. 

 

 

 

Eure Karin